Scid kann auf viele verschiedene Weisen in einer Datenbank suchen. Die drei wichtigsten Arten zu suchen sind:
Außerdem gibt es noch einen automatischen Suchmodus, den sog. Zugbaum, der an anderer Stelle erklärt wird.
Suchen basiert bei Scid auf dem Konzept eines Filters. Der Filter repräsentiert eine Teilmenge der aktuellen Datenbank; eine Partie ist immer entweder im Filter enthalten oder vom Filter ausgeschlossen.
Bei jeder Art der Suche können Sie wählen, den vorhandenen Filter weiter einzugrenzen, zu diesem hinzuzufügen oder ihn zu ignorieren und die gesamte Datenbank zu durchsuchen. Diese Auswahl erlaubt es, komplexe Suchvorgänge nacheinander aufzubauen.
Sie können auch mit dem Datenbank-Umschalter alle Partien im Filter einer Datenbank in eine andere Datenbank kopieren.
Bei der Suche nach einer exakten Postion, der Zugbaum- oder Material/Muster-Suche wird die Zugnummer der ersten passenden Position jeder passenden Partie gespeichert; wenn Sie also jede dieser Partien laden, wird automatisch die passende Stellung angezeigt.
Beachten Sie, daß beim Suchen nur mit den Partiezügen verglichen wird, nicht mit den Zügen der Varianten.
Hier finden Sie Partien, die die gerade dargestellte Position enthalten, ohne Berücksichtigung der Rochade- und en-passant-Rechte.
Vier Suchtypen stehen zur Verfügung. Alle vier verlangen von einer passenden Stellung exakt gleiches Material und die gleiche Seite am Zug. Die Typen sind:
Die Bauernsuche ist hilfreich, um Eröffnungen nach Bauernstrukuren zu studieren, und Linien- und Materialsuche helfen beim Auffinden ähnlicher Endspielstellungen.
Um nach einer beliebigen Stellung zu suchen, können Sie zuerst die Position aufbauen (im Menü [Bearbeiten: Stellungseingabe]) und dann die Suche starten.
Sie können Varianten (statt nur die jeweiligen Partiezüge) durchsuchen, indem Sie den Schalter Schaue in Varianten wählen; das kann aber die Suche stark verlangsamen, falls die Datenbank sehr groß ist und viele Partien mit Varianten enthält.
Diese Suche ist nützlich, um End- oder Mittelspielthemen zu finden. Sie können eine minimale und maximale Anzahl von Figuren jeden Typs angeben, und Sie können Stellungsmuster wie Läufer auf f7 oder f-Bauer finden.
Eine Reihe von häufigen Materialkonstellationen und Stellungsmustern sind schon bereitgestellt, wie etwa "Endspiel Turm gegen Bauern" oder "isolierter Damenbauer".
Hinweise:
Die Geschwindigkeit der Suche nach Stellungsmustern kann stark variieren.
Sie können aber durch eine geschickte Wahl der Bedingungen die benötigte
Zeit reduzieren. Wenn Sie beispielsweise für ein Endspiel die Mindestzahl
von Zügen auf 20 setzen, werden alle Partien, die vor dem 20. Zug enden,
übersprungen.
Mit dieser Suche können Sie Partiedaten finden, die im Vorspann ("Header") gespeichert sind (wie z.B. Datum, Ergebnis, Namen und Wertungszahlen), es müssen daher keine Partiezüge dekodiert werden.
Um bei der Suche nach Partiedaten eine passende Partie zu finden, müssen alle von Ihnen angegebenen Felder übereinstimmen.
Die Namensfelder (Weiß, Schwarz, Turnier, Ort und Runde) passen auf jeden Text im Namen, ohne Berücksichtigung von Groß- und Kleinschreibung oder Leerzeichen.
Sie können für das Weiß-, Schwarz-, Turnier-, Ort- und Rundenfeld mit Unterscheidung von Groß- und Kleinschreibung und mit "Wildcards" suchen (mit ? für ein und * für null oder mehr Zeichen), indem Sie den Suchtext in Anführungszeichen setzen. Eine Suche mit der Ortsangabe USA wird beispielsweise amerikanische Städte finden, aber auch Lausanne SUI, was vermutlich nicht von Ihnen beabsichtigt war! Eine Suche mit dem Ort "*USA" (denken Sie an die Anführungszeichen) liefert dagegen nur Städte in den USA.
Wenn Sie einen bestimmten Spieler (oder zwei bestimmte Kontrahenten) als Weiß oder Schwarz suchen und die jeweilige Farbe keine Rolle spielt, wählen Sie die Option Farben ignorieren.
Schließlich kann die Suche nach Partiedaten auch verwendet werden, um irgendeinen Text (mit Berücksichtigung von Groß- und Kleinschreibung, ohne "Wildcards") in der PGN-Darstellung dieser Partie zu finden. Sie können bis zu drei Textteile eingeben, und sie müssen alle in einer passenden Partie vorkommen. Diese Methode ist sehr hilfreich, um in den Kommentaren oder zusätzlichen Daten einer Partie zu suchen (wie Zeitüberschreitung oder Kommentator), oder nach einer Zugfolge wie Bxh7+ und Kxh7 für ein angenommenes Läuferopfer auf h7. Allerdings kann diese Art zu suchen sehr langsam sein, da alle Partien, auf die andere Kriterien zutreffen, dekodiert und auf diese Texte durchsucht werden müssen. Es ist daher eine gute Idee, diese Suchen so weit wie möglich einzugrenzen. Hier sind einige Beispiele: Um Partien mit einer Unterverwandlung in einen Turm zu finden, suchen Sie nach =R und setzen gleichzeitig die Markierung Umwandlung auf Ja. Wenn Sie nach Text in Kommentaren suchen, setzen Sie die Markierung Kommentare auf Ja. Falls Sie nach den Zügen Bxh7+ und Kxh7 suchen, möchten Sie z.B. die Suche möglicherweise auf Partien mit dem Ergebnis 1-0 und mit mindestens 40 Halbzügen beschränken, oder Sie suchen zuerst nach Material oder Stellungsmustern, um Partien mit einem weißen Läuferzug nach h7 zu finden.
Die Suchfenster Material/Mustern und Partiedaten besitzen einen Schalter zum Speichern. Das ermöglicht Ihnen, die aktuellen Sucheinstellungen zur späteren Verwendung in einer Suchoptions-Datei zu speichern (Endung .sso). Um mit Hilfe einer vorher gespeicherten Suchoptionsdatei (.sso) zu suchen, wählen Sie [Öffnen] im Menü [Suchen].
Die meisten Suchen liefern eine Nachricht, die die benötigte Zeit und die Anzahl der übergangenen Partien angibt. Eine übergangene Partie ist eine, die aufgrund der im Index gespeicherten Informationen von der Suche ausgeschlossen werden kann, ohne daß ihre Züge dekodiert werden müssen. Siehe die Hilfeseite über Dateiformate für weitergehende Informationen.